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Conservation Angels: Naturalienkabinett des Klosters Einsiedeln

SKR Angels                                                              

Ein "Conservation Angels-Projekt" von SKR & VNPS anlässlich 50 Jahre Jubiläums 2016

In Kooperation mit dem Schweizerischen National Museum / Sammlungszentrum und dem Kloster Einsiedeln

  Naturalienkabinett

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Was ist das Naturalienkabinett Einsiedeln?                        Spenden

Ein für die Schweiz einmaliges kulturelles Erbe im Bereich der Naturwissenschaften. Es befindet sich im Kloster Einsiedeln und ist dank einem Dornröschenschlaf erhalten geblieben.

Was ist ein Conservation-Angels Projekt?

In gemeinnütziger (unentgeltlicher) Arbeit werden dringend notwendige erhaltende Massnahmen durchgeführt. Anfallende Material-­‐ , Transport und Infrastrukturkosten wollen wir über ein Sponsoring beschaffen

Wer ist die Trägerschaft des Conservation-Angels Projekts?

SKR -­ Schweizerischer Verband für Konservierung und Restaurierung
Verband Naturwissenschaftlicher Präparatorinnen und Präparatoren der Schweiz (VNPS) (In enger Zusammenarbeit mit dem Kloster Einsiedeln)
Schweizerisches Nationalmuseum / Sammlungszentrum

Was suchen wir?

Wir suchen finanzielle Mittel, um die anfallenden Kosten für Material und Infrastruktur des Conservation-Angel Projekts tragen zu können. Budgetiert sind rund 12'000 CHF. Spenden Sie hier  
Im Falle einer Überfinanzierung entscheiden die beiden Vorstände über die weitere Verwendung der Spendengelder. Diese können ggf. für flankierende Aktivitäten wie die Vorbereitung der späteren Gesamtrestaurierung, Präsentation, Pressearbeit, Sensibilisierung, Weiterbildung, etc. eingesetzt werden.


Das Conservation-Angels Projekt wird unterstützt durch:

  • Ars et Studium Stiftung
  • Richard Müller Stiftung
  • Schwyzer Kantonalbank SKB
  • Rotary Club Einsiedeln
  • Semadeni AG
  • Reding Werner AG
  • Cineboxx AG
  • Leo Blunschi AG  

VNPS und SKR bedanken sich bei den grosszügigen Sponsoren für ihre Unterstützung.


Hintergrund

Das Naturalienkabinett des Klosters Einsiedeln ist in seiner heutigen Form gut 100 Jahre alt. Seine Ursprünge reichen jedoch weit in die Klostergeschichte zurück. Naturalienkabinette wurden aus einer Begeisterung für die Natur und Schöpfung angelegt. Klöster, aber auch Adelige besassen solche
„Wunderstuben“, wo Raritäten und Kuriositäten, aber auch Alltägliches und Bekanntes aus dem Gebiet der Gesteine und Mineralien sowie dem Tier-­‐ und Pflanzenreich gesammelt wurden. Erst später versuchten erste Naturwissenschaftler, die Objekte zu beschreiben und sie in verwandtschaftliche Beziehungen zu setzen. Naturalienkabinette waren somit die ersten Sammlungen und Museen im Bereiche der Naturwissenschaften.

In der Schweiz gab es sicher einige solcher Kammern, leider wurden diese jedoch im Laufe der Zeit durch aktuellere Ausstellungsformen verdrängt -­‐ erneuert.

Das Naturalienkabinett im Klosters Einsiedeln blieb weitgehend von solchen Massnahmen verschont. Heute ist es das einzige erhaltene Naturalienkabinett der Schweiz und damit kulturgeschichtlich sehr wertvoll. Unter anderem beherbergt es sehr spezielle Präparate, zu nennen sind zwei Löwen, welche im frühen 20. Jahrhundert im Kloster gehalten wurden. Präpariert wurden sie von zwei bekannten Präparatoren, Hermann ter Meer (1871–1934; Präparator in Leipzig) und seinem Schüler Georg Ruprecht (1887–1968; später Präparator am Naturhistorischen Museum Bern).

Gut 100 Jahre lang wurden im Naturalienkabinetts lediglich die dringendsten Arbeiten erledigt; der Raum blieb weitgehend unverändert und weist dringenden Konservierungsbedarf auf.

Arbeiten 2016: Conservation- Angels-­Projekt

Der Schweizerische Verband der Restauratoren und Konservatoren (SKR) und der Verband Naturwissenschaftlicher Präparatorinnen und Präparatoren der Schweiz (VNPS) feiern 2016 ihr 50-­‐ jähriges Bestehen. Die beiden Berufsverbände gehen auf eine gemeinsame Gründung zurück, haben sich aber später getrennt. Da sich ihre Arbeitsbereiche teilweise überlappen, wird jedoch ein enges, freundschaftliches Verhältnis gepflegt. Zum Jubiläumsjahr wollen beide Verbände zusammen ein Projekt umsetzen.

Durch eine gemeinsamer Arbeit wollen sich beide Berufe einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen. In den USA werden Conservation-­‐Angels-­‐Events seit längerem durchgeführt, in Europa oder gar in der Schweiz wurden solche Projekte aber kaum umgesetzt. Es geht dabei darum, in Bereichen in denen die finanziellen Mittel knapp oder schwierig zu beschaffen sind auf wichtiges, kulturelles Erbe in gemeinnütziger Arbeit aufmerksam zu machen und erste Sanierungsmassnahmen zu ermöglichen.

Mit dem Naturalienkabinett im Kloster Einsiedeln bietet sich ein geeignetes Objekt. Es ist einer solchen Aktion würdig und erfüllt die Kriterien für eine gemeinsame Arbeit von Restauratoren und Präparatoren. Es geht dabei um wichtige erhaltende Massnahmen an den Räumlichkeiten (Decke, Wände), den Inneneinrichtungen (Eisengeländer, Säulen), dem Mobiliar und den ausgestellten Präparaten und Gesteinen bzw. Mineralien mit dem notwendigen Fachpersonal auszuführen. In rund 400 unentgeltlichen Arbeitsstunden sollen in einem Bereich, der etwa ein Drittel des Gesamtvolumens ausmacht, bestandserhaltende Arbeiten ausgeführt werden. Diese Massnahmen sollen es dem Kloster leichter machen, für den restlichen Teil des Kabinetts Geldgeber zu finden um die notwendigen Restaurierungsmassnahmen abzuschliessen.

Daten

• 80 Präparate Säugetiere
• 620 Präparate Vögel
• 40 Skelette und Schädelpräparate
• 26 Flüssigkeitspräparate
• 30 Reptilien, Amphibien-­‐ und Fischpräparate Präparate Insekten
• 30 Korallen
• Steine und Fossilien
• Mineralien
• Herbartafeln
• Der Sammlungsraum mit Wand-­‐ und Deckenoberflächen, Vitrinen, Sandsteinwendeltreppe, etc.

Geplante Massnahmen
• 400 unentgeltliche Arbeitsstunden durch spezialisierte Fachkräfte (Restauratoren, Präparatoren)
• ca. 1/3 des Raumes soll komplett konserviert werden
• Reinigung der Decke und Wände, retuschieren von störenden Flecken
• Reinigung der Vitrinen
• Biozid-­‐Dekontamination (Vitrinen und Präparate)
• Auffrischen von Farben an Mobiliar und Inneneinrichtung
• Restaurierende Massnahmen an Etiketten
• Restaurierende Massnahmen an Präparaten:
o Dekontaminierung
o Trockenreinigung
o Auffrischen von bemalten Stellen
o Festigung / Sicherung von Podesten, welche Zerfallserscheinungen zeigen
o Pest Control und giftfreie Schädlingsbekämpfung
o Papierrestauriende Massnahmen an den Objektetiketten
• Die gesamte Arbeit wird dokumentiert und in den entsprechenden Fachzeitschriften publiziert.
• Verschiedene Teilbereiche aus dem Projekt ergeben auch in Bezug auf die Forschung im Bereich der Restaurierung interessante Ansatzpunkte.
• An der gemeinsamen Fachtagung vom 16. / 17. September 2016 wird das Projekt den Verbänden vorgestellt.
• Die Verbände werden das Projekt auch im Rahmen von öffentlichen Vorträgen, einer Pressekonferenz und andern geeigneten Mitteln (Fernsehen, Radio) einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen.


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